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Das Leben im Naturschutzgebiet

Den Tag überleben
Im Vogelkalender ist immer viel los.
Nahrung finden. Sich paaren und brüten.
Zusehen, dass man selbst und die Jungen nicht gefressen werden.
Bald ist der Sommer zu Ende. Eis und Schnee.
Dann fliegt man einfach nach Süden in die Wärme.

Erste Hilfe auf Getterö
Ein bisschen können wir den Vögeln helfen.
Wir lassen Vieh weiden oder räumen Bäume weg,
für die Vögel, die sich in offener Landschaft am wohlsten fühlen.
Oder wir regeln das Wasser für die Arten, die Feuchtgebiete mögen.

Willkommen also in der Welt von Kiebitz,Rohrweihe und Schnatterente!

Alles kann schief gehen
Vögel haben kein leichtes Dasein.
Viele Gefahren lauern an jeder Ecke.
Und viel kann schief gehen im Leben der Vögel.
Drücken Sie auf eine der Tasten, um zu sehen,
mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen haben.

Die Rohrweihe
Vogelgruppe: Greifvögel
Bei Getterön zu sehen von April bis September
Nahrung: Kleine Nager, Vogeljunge und Frösche:
Gesang: Das Männchen hat nasale Laute ”vä-i” beim Balzflug
das Weibchen einen piependen Laut wenn das Männchen mit Beute kommt.

Es strengt an, der Beste zu sein
Im April kommt die Rohrweihe zurück.
Zuerst kommt das Männchen, um das Revier zu behaupten.
Mit Flugkünsten, atemberaubenden Sturzflügen und jammernden, nasalen Lauten
versucht er, ein Weibchen anzulocken.
Ein tüchtiges Männchen kann zwei Weibchen versorgen!

Harte Konkurrenz
Das Weibchen wählt das Männchen,
das das beste Revier verteidigt
und den eindrucksvollsten Balzflug vorführt.
Wenn sein Einsatz zu schwach ist,
lässt sie ihn stehen und paart sich
mit einem anderen, besseren Männchen.

Darf ich eine Wühlmaus anbieten?
Das Männchen beeindruckt, indem es das Weibchen mit köstlichen Beutetieren
wie Fröschen, Wühlmäusen und anderen Leckerbissen verwöhnt.
Dadurch erweist er sich als guter Jäger.
Das ist wichtig, denn nur das Männchen jagt Nahrung für die Jungen!
Wenn das Männchen taugt, paart das Weibchen sich mit ihm.

Rivalen lauern im Schilf
Das Männchen, das zuerst kommt,
beansprucht häufig das beste Revier.
Doch kann ein späteres Männchen das Revier übernehmen,
wenn es stärker und ein besserer Jäger ist.
Dem Weibchen geht es in erster Linie darum,
ihren Jungen einen guten Vater zu beschaffen.

Bauwerk in der Nässe
Weibchen und Männchen bauen das Nest gemeinsam.
Das Männchen beschafft Schilfhalme und dünne Zweige
und übergibt dem Weibchen das Baumaterial in der Luft.
Sie flicht das von Wasser umgebene
und somit vor Füchsen gut geschützte Nest,im Schilf zusammen.

Warnung vor Überschwemmung
Ein Nest im Schilf kann gefährlich sein.
Bei Sturm und Regen kan das Nest überschwemmt werden.
Die Eier kühlen ab und die Embryos der Rohrweihe können sterben.
Die geschlüpften Jungen laufen Gefahr zu ertrinken.

Satte Mütter legen am Meisten
Das Weibchen legt 3 bis 6 Eier.
Ist reichlich Nahrung vorhanden, legt sie viele Eier.
Bei knapper Nahrung legt sie weniger Eier.
Sobald das erste Ei gelegt ist, beginnt sie schon zu brüten.
Deshalb schlüpfen die Jungen in der Reihenfolge, in der die Eier gelegt werden.
Das letzte Junge kann zehn Tage nach dem ersten schlüpfen.

Gefahren lauern in der Nacht
Die Rohrweihen verjagen Krähen und andere Nesträuber effektiv – am Tage.
Doch in der nächtlichen Dunkelheit, können sich Füchse und Nerze
ans Nest heranschleichen, um Eier und Jungtiere zu fressen.
Am besten geschützt liegt das Nest weit draußen im Schilfmeer.

Ungerecht?
Aus dem zuerst gelegten Ei schlüpft das erste Küken
und dann schlüpfen die anderen im Abstand von einigen Tagen.
Das älteste Küken ist am größten, wird am meisten gefüttert
und hat die größten Überlebenschancen.
Gibt es wenig Nahrung, sterben die kleinsten Jungtiere.
Wird das Futter gleich verteilt, sterben vielleicht alle.

Geschwister töten
Falls es wenig Nahrung im Revier gibt,
wird nur das ällteste und stärkste Junge gefüttert.
Es passiert, dass das älteste Junge sein Geschwister tötet und frisst.
Soetwas passiert bei vielen Greifvögeln,
aber auch bei Seetauchern und Kranichen.

Der Kiebitz

Vogelgruppe: Watvogel
Bei Getterön zu sehen zwischen März und November.
Nahrung: Regenwurm, Insekter und andere Wirbellose.
Gesang: Klangvoll, häufig ein klagendes, schrilles ”vihu-i-vipp-vipp”

Der Frühlingsbote
Der Kiebitz taucht in der Schneeschmelze auf,
wenn der Boden nass und voller Futter ist.
Das Männchen imponiert mit pulsierendem Flügelschlag,
atemberaubenden Balzflugdarbietungen und miauenden Lauten.
Das beeindruckt das Weibchen und dazu muss er ihr nur noch ein gutes Revier bieten können.
Ideal sind Gebiete, wo Kühe weiden.

Es kann schief gehen
Nicht alle Männchen finden ein Weibchen.
Vielleicht fehlte ihrem Revier der entscheidende Reiz.
Oder waren ihre Flugkünste doch nicht tollkühn genug?
Marschwiesen sind am Besten, obwohl manche Kiebitze Äcker bevorzugen.
Dort kann es im Sommer trocken und die Nahrung knapp werden.
Dann wird nichts aus dem Brüten.

Der Schönste gewinnt
Das Kiebitzweibchen wählt ihr Männchen.
Die Weibchen fliegen umher und begutachten die Balzflüge der Männchen.
Sie wird vier Eier legen und auf die Brut aufpassen.
Dafür braucht sie ein starkes Männchen zur Hilfe.
Durch seinen Balzflug zeigt er seine Stärke und Fähigkeit,
sich um eine Familie zu kümmern.

Abgewiesen
Den Weibchen stehen viele Männchen zur Auswahl.
Ein auserwähltes Männchen muss ständig seine Tauglichkeit beweisen.
Sonst kann sie ihn rausschmeißen und verliebt sich ins Männchen des benachbarten Reviers.
Der war vielleicht einen Zahn schärfer
bei seinen akrobatischen Balzflügen.

Ein Ei täglich
Das Männchen scharrt im Revier mehrere Mulden in den Boden. Das mag das Weibchen und polstert eine davon mit Grashalmen aus. Dort in das Nest legt es vier, farblich gut getarnte und birnenförmige Eier – täglich eins. Wenn alle gelegt sind, beginnt sie zu brüten. Somit beginnt die Entwicklung des Embryos.

Rückschlag im Frühjahr
Wenn das Kiebitzweibchen mit dem Brüten beginnt, sind die Eier kälte- und hitzeempfindlich.  Manchmal kommt es im Frühling zu einem Wetterumschlag. Kälte und Schnee können den Kiebitzen sehr zu schaffen machen. Verlässt das Weibchen das Ei , erfriert der Embryo.  Bleibt sie da, kann sie selbst durch die Kälte erfrieren.

Jetzt beginnt schwerste Arbeit.
Die Küken schlüpfen fast gleichzeitig aus. Dann verlassen die Jungtiere das Nest und leben gefährlich. Sie brauchen viel Nahrung und Eltern, die in der Lage sind, gefährliche Feinde zu verjagen. Kiebitze wählen gern offene Gebiete ohne Masten und Bäume, auf denen Krähen sitzen und spähen können.

Leckerbissen für Füchse
Ein Kiebitz-Küken ist ein guter Happen für Raubtiere. Das Weibchen tut, als wäre sie verletzt, hüpft mit hängenden Flügeln am Boden entlang, wenn ein Fuchs oder eine Krähe gefährlich nahe kommt. So lockt sie den Feind von den Küken weg. Doch viele Jungtiere müssen dran glauben, wenn Fuchs und Dachs im Dunkel der Nacht auf Jagd gehen.

Gut erzogene junge Kiebitze
Die Eltern verjagen Feinde mit Sturzflügen. Kiebitzküken werden nicht gefüttert, sondern müssen sich selbst Nahrung beschaffen. Doch die Eltern lotsen sie zu Gebieten, wo es reichlich Würmer gibt. Nachts oder wenn es zu kalt oder zu warm ist, suchen die Jungtiere Schutz unter den Eltern.

Probleme im Vorschulalter
Ein Teil der Jungen verhungert, andere werden von Raubtieren getötet. Weidendes Vieh ist wichtig – wenn das wegfällt, sind die Kiebitze davon betroffen. Wo das Gras hoch wächst, finden die Kiebitze nur schwer Nahrung. Fuchs und andere Raubtiere aber können sich im Schutz von Gras und Büschen an die Jungtiere heranschleichen.

Die Schnatterente

Darf ich Sie nach Hause begleiten? Enten bilden schon im Winter Paare. Dann folgt das Männchen dem Weibchen in ihre heimatlichen Gefilde. Er trägt ein schlichtes, aber elegantes Prachtkleid im Frühjahr. Einsame Männchen versuchen, Weibchen von andern Männchen zu sich zu locken, was selten kampflos geschieht.

Gewaltsame Balz
Einsame Männchen waren bisher vielleicht zu jung oder zu  schwach. Jetzt stehen sie aufgereiht, um ein Weibchen zu erobern, das mit einem eigenen Männchen aus dem Winterquartier kommt.  Wenn das Männchen eines Vogelpaars stirbt, kann die Balz der Junggesellen um das Weibchen so gewaltsam verlaufen, dass sie selbst dabei verletzt wird oder stirbt.

Ziemlich laut zu Hause
Wenn sich das Weibchen gepaart hat, baut sie ein Nest, das mit Gras und Daunen aus ihrem eigenen Gefieder gepolstert wird. Das Nest legt sie gern in eine Lachmöwenkolonie. Die Möwen reagieren gegen Krähen und andere Nestplünderer, fliegen hoch, johlen und lärmen und schützen sogar das Entenweibchen.

Nest geplündert
Die Lachmöwen sind bei Tageslicht ein guter Schutz für das Entenweibchen und die Eier. Doch in der Dunkelheit können sich Fuchs, Dachs und Nerz anschleichen, um das Nest zu plündern. Wenn das Weibchen ihre Eier verliert, wenn sie zu brüten begonnen hat, gibt sie sich für dieses Jahr geschlagen. Stattdessen beginnt sie, sich zu mausern – ihr Gefieder zu wechseln.

Was man nicht sieht, gibt es nicht
Das Weibchen beginnt zu brüten, wenn alle Eier gelegt sind. Sie drückt ihren Körper fest auf das Nest, sodass ihr Federkleid gut mit der Umgebung verschmilzt. Wenn das Weibchen ihr Nest verlässt, um zu fressen oder baden, überdeckt es die Eier mit den Daunenfedern. Somit kann man sie nicht sehen und die Wärme bleibt erhalten.

Wenn das Weibchen durch Menschen in der Nähe von ihrem Nest aufgeschreckt wird, bleibt ihr keine Zeit, um die Eier zu überdecken.  Die Eier können dann abkühlen und die Embryos sterben. Deshalb gilt im Frühjahr ein Zutrittsverbot für empfindlichere Gebiete.

Jetzt beginnt der Ernst des Lebens
Alle Küken schlüpfen innerhalb weniger Stunden. Dann verlassen das Weibchen und die Küken ihr Nest und schwimmen zu geschützten Stellen.  Die Jungtiere suchen sich ihr Futter selbst, doch werden sie vom Weibchen bewacht und bei Gefahr gewarnt. Dann verstecken sich die Küken oder tauchen unter, um ihr Leben zu retten.

Gefährliches Dasein
Entenküken leben gefährlich. Die Rohrweihe fliegt über ihnen und wartet darauf, dass die untergetauchten Entenküken wieder an der Wasseroberfläche auftauchen. Im Sommer schrumpft die Anzahl der Brutvögel. Manchmal stirbt die gesamte Brut.

Den Tag überleben
Im Vogelkalender ist immer viel los. Nahrung finden. Sich paaren und brüten. Zusehen, dass man selbst und die Jungen nicht gefressen werden. Bald ist der Sommer zu Ende. Eis und Schnee. Dann fliegt man einfach nach Süden in die Wärme.

Erste Hilfe auf Getterö
Ein bisschen können wir den Vögeln helfen. Wir lassen Vieh weiden oder räumen Bäume weg, weil die Vögel sich in offener Landschaft am wohlsten fühlen.  Oder wir regeln das Wasser für die Arten, die Feuchtgebiete mögen.